Mit der Finanzkrise kam der Einbruch: Sechs Jahre lang meldete Wiens Tourismus-Industrie immer neue Rekordzahlen. Allein 2008 kamen knapp sechs Prozent mehr Kurzurlauber in die Donaustadt. Erstmals stieg die Zahl der Übernachtungen über die Zehn-Millionen-Marke. Doch seit Anfang des Jahres bleiben immer mehr Ausländer zu Hause.
Schloss Schönbrunn, die Sommerresidenz von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Sisi, ist zwar auch in Zeiten der Wirtschaftskrise ein Publikumsmagnet, doch auch hier kommen weniger Besucher. „Die Zeiten, in denen Hotels und Sightseeing ausgebucht sind, sind vorbei“, sagt der Geschäftsführer der Schönbrunn-Verwaltungsgesellschaft, Franz Sattlecker. Der Manager rechnet damit, dass der Umsatz dieses Jahr auf das Niveau von 2007 zurückfallen wird.
Romantiker sparen am Trinkgeld.
Auch an der Spanischen Hofreitschule „tanzen“ die Lipizzaner-Schimmel derzeit für ein kleineres Publikum. Nach Angaben der Geschäftsleitung lagen die Besucherzahlen im März mit einem Rückgang von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr unter der Budgetplanung. Der Umsatz sei sogar noch stärker betroffen; die Pferdeliebhaber entschieden sich nämlich eher für billigere Karten.
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben auch die Fiaker-Fahrer, die Romantiker aus aller Welt durch Wien kutschieren, weniger Kundschaft. „Es ist noch nicht so tragisch, aber man merkt es vor allem am Trinkgeld“, sagt Kutscher Wolfgang Fasching. Den Rest des Beitrags lesen »




