„80 Betten sind zu wenig, um Gewinne zu erzielen!“


Heute habe ich einen interessanten Artikel im Wirtschaftsblatt gelesen. (siehe unten)

Für mich ist eines interessant. Viele Hoteliers stehen vor der gleichen Situation und sehr  viele haben die gleichen Probleme. Aber wenn es schon bei bekannten Betrieben nicht möglich ist diese zu verkaufen,  

WAS PASSIERT MIT DEN VIELEN FAMILIENBETRIEBEN DIE WIR IN ÖSTERREICH HABEN?  Gibt es in dieser Welt irgend jemand der sich Gedanken macht? Wenn ja dann soll er sich bitte melden?

Im Artikel steht:

  • Kinder wollen den Betrieb nicht – (verständlich!?)

Der 2 Punkt ist interessanter:

  • „80 Betten sind zu wenig, um Gewinne zu erzielen.

Interessant, oder. D.h. für viele Familienbetriebe gibt es dann keine Chance mehr, oder? Nur mit der Ausbeutung der Familie aber was passiert wenn wir viele Betriebe haben und keiner der Kinder will diese?.        Was ich nicht verstehe ist, ob diese Probleme die auf uns zukommen wirklich keiner sieht oder keiner sehen will! 

 Verkauf des Hotels Kobenzl wird immer mysteriöser                          von Michael J. Mayr

Salzburg: Das einst weltbekannte Hotel Kobenzl findet keine Käufer. Die Noch-Eigentümer werden von Interessenten nur genarrt. Was mit der Institution passiert, ist völlig offen.

Salzburg. Das Hotel Kobenzl sollte seit gestern endlich ­einen neuen Besitzer haben. Doch der Käufer, ein Industrieboss aus Baden-Württemberg, der anonym bleiben will, ist zum vereinbarten Über-
gabetermin mit den betagten Eigentümern Rupert und Marianne Herzog nicht erschienen. „Uns reicht’s jetzt. Von dem Deutschen haben wir endgültig genug“, sagen die 77-jährige Geschäftsführerin der Hotel Kobenzl GesmbH und ihr 86-jähriger Gatte dem WirtschaftsBlatt.
Der mysteriöse Interessent hat die Herzogs seit Monaten mit dem Versprechen hingehalten, ihr seit 13 Monaten geschlossenes 80-Betten-Hotel am Gaisberg um zwanzig Millionen € kaufen und zu Weihnachten wieder erstrahlen zu lassen. „Das Geld hat er, das wissen wir. Alles andere waren leere Worte“, ärgert sich Marianne Herzog.

Wird’s doch Würth?

Der aktuelle Flop ist der dritte beim Kobenzl-Verkauf. Schon die Hausbank Raiff-
eisen hat vergeblich Investoren gesucht. Um das Nobelhotel, das einst Staatsgästen wie US-Präsident Richard Nixon, BritenPremier Margaret Thatcher und König Hussein von Jordanien als Quartier gedient hatte, rankten sich damals Pleitegerüchte. Die Salzburger Gebietskrankenkasse liess den berühmten Fami­lienbetrieb pfänden.
Heuer im Frühjahr ist dann – wie berichtet – der deutsche Industrielle Reinhold Würth am Gaisberg aufgetaucht. Der BaumaschinenErzeuger hat den Preis für die 42.000-m²-Immobilie in bester Salzburger Panoramalage von 15 auf 20 Millionen € geschraubt. Den Abschluss mit dem Schwaben, der den Platz zum Wohnsitz machen wollte, haben die Herzogs durch nachträgliche Extrawünsche vereitelt. Jetzt könnt’s Würth doch noch werden. „Es wird nix nützen, als alle Interessenten neu zu aktivieren“, sagt Marianne Herzog. Vorausgesetzt, ihre drei Kinder stimmen einem nochmaligen Verkaufs-Anlauf zu. Der Spitzenerlös sei jedenfalls verspielt, meint sie. Herzog will ein Dutzend Bewerber an der Hand haben. Als Hotel ­dürfte das Kobenzl ausgedient haben. „80 Betten sind zu wenig, um Gewinne zu erzielen. Und ein Ausbau ist nur begrenzt möglich“, sagt Rupert Herzog junior, ein Psychologe in Linz. Auch seine Geschwister haben das Weite gesucht. Das Kobenzl liegt in geschütztem Grünland. Laut Amt für Stadtplanung ist ein Grosshotel dort „absolut undenkbar“.

Quelle: Artikel Wirtschaftsblatt 13.12.2007 | 17:40

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