So peinlich kann´s in Nobel-Hotels zugehen


Ein Auszug aus www.bild.de . Geschichten über die ich eigentlich schreiben wollte. Solltet Ihr Geschichten kennen, mailt Sie mir, ich werde diese veröffentlichen. DANKE! 

Er ist Deutschlands berühmtester Hotel-Tester: Heinz Horrmann (64), Autor von mehr als 30 Büchern und Kolumnist der „WELT am SONNTAG“. In seinem neuen Buch „In fremden Betten“* verrät er, dass auch die Gäste der teuersten Hotels nicht vor Pleiten geschützt sind. Die Geschichte aus dem „Beach Hotel“ in Miami begann im März 2003. Suite 110 des Strandhotels einer namhaften Kette war vom General Manager stets für die schönsten Models reserviert, die oft am Meer unmittelbar vor dem Hotel für Fotoarbeiten im Einsatz waren.

Nun trieb den Herrn Direktor nicht selbstlose Großherzigkeit an, sondern purer Egoismus. Hinter der Deckenlampe über dem Bett hatte er eine bewegliche Minikamera plus Mikrofon eingebaut.

Mit dieser verbotenen Vorbereitung begann für den Hotelier eine Zeit mit viel Weib beim Wein im Chefzimmer. Die Szenen wurden nicht nur „live“ betrachtet, sondern zugleich als Bandaufnahmen zu Konserven verarbeitet …

Dreizehn Monate blieb das geheime Auge unentdeckt, dann kam es zum Knall …

Um den Skandal unter der Decke zu halten, flossen sechsstellige Dollarsummen an die letzten „Hauptdarstellerinnen“, die durch eine Indiskretion Kenntnis bekamen. Der Hotelchef wurde gefeuert, ein Verfahren blieb ihm erspart.

• Hatte dieser Hotelmanager, dem die Zitrone erster Klasse für seine Peinlichkeit zusteht, noch einen persönlichen Vorteil, so ist schlicht unergründlich, was den österreichischen Direktor des feinen „St. Regis“ in New York bewegte, den Plan seiner PR-Dame zu unterstützen und die mittäglichen Lustsitzungen des damaligen Bürgermeisters Rudy Giuliani in einer der Suiten der Presse zu „verkaufen“. Vertraulichkeit ist das Kapital eines Hotelmanagers … Die „New York Post“ brachte die Story auf der Titelseite, Giuliani tobte, und der Generaldirektor wurde am selben Tag entlassen.

• Die dritte unglaubliche Fehlleistung eines Hotelchefs habe ich selbst miterlebt. Es geschah im „Trump International Hotel and Tower“ am New Yorker Central Park.

Der General Manager hatte keine Ahnung, was in seinem Hotel vor sich ging und welcher Prominente in welcher Suite wohnte. Bei meinem Besuch wollte er mir stolz eine renovierte Suite zeigen … Ohne anzuklopfen, ohne den Testruf „Housekeeping“, der jedem Zimmermädchen eingeimpft wird, schloss er die Tür auf und stürmte hinein. Und wir standen dem so gut wie nackten Hollywoodstar Patrick Swayze („Dirty Dancing“) gegenüber, der lediglich einen Feinripp-Slip trug und mit vor Angst geweiteten Augen um Hilfe schrie.

In Panik, überfallen oder entführt zu werden, rannte er auf den Hotelgang, weiter gellend schreiend, und der Direktor, dem nichts anderes einfiel als immerfort zu rufen „I am the General Manager“, lief hinterher. Ich bin vor Scham zum Fahrstuhl geflüchtet. So schnell ich konnte, verließ ich das Hotel und habe es nie mehr betreten.

(„In fremden Betten III“ (240 S., 15,95 Euro), Klocke Verlag) 

( Quelle: Montag, 25 Februar 2008 http://www.bild.de/BILD/lifestyle/reise/2008/02/nobelhotels/in-fremden-betten,geo=3830282.html )

Ein Gedanke zu „So peinlich kann´s in Nobel-Hotels zugehen

  1. Hier wird mangelnde Diskretion von Hotelbetreibern kritisiert, aber ist der Artikel nicht selbst ein Beispiel mangelnder Diskretion ??? (Zitat: “ Und wir standen dem so gut wie nackten Hollywoodstar Patrick Swayze gegenüber, der lediglich einen Feinripp-Slip trug und mit vor Angst geweiteten Augen um Hilfe schrie.“)

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