Sexy Toys aus der Minibar


In den Minibars eines 5-Sterne-Hotels im britischen Southport findet man nicht nur Schampus, sondern auch stylishes Sexspielzeug. 

(Von FOCUS-Online-Redakteurin Tinga Horny )

Wie kann man sich am schnellsten und auch am kostengünstigsten bekannt machen? Das „Vincent“ im Nordwesten des Vereinigten Königreichs hat sich dafür etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Getreu der Devise „Sex sells“ verkündet es bereits vor der Eröffnung im Mai, dass in seinen Minibars neben Bio-Müsliriegeln, Designer-Wasser und Champagner auch Sexspielzeug angeboten wird. „Zwei Kondome, Gleitcreme, Massageöl und ein vibrierendes Spielzeug – und das alles in einer schönen Verpackung“, zählt der österreichische Hoteldirektor Bernhard Stacher auf. 

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(BildBooty Parlor)
Booty Parlor stellt Sexspielzeug her, vorzugsweise in Rosa

Das Sex-Pack liegt nicht automatisch in jedem Kühlschrank. Stattdessen kann es bei der Reservierung mitbestellt werden. Der Preis steht noch nicht fest. Die Tarife für ein Zimmer dagegen schon: Sie beginnen mit 140 Pfund. Die Penthouse-Suite liegt bei 695 Pfund – pro Nacht. Für das Golf Open in Birkdale Mitte Juli ist die neue Herberge schon ausgebucht.

Der besondere Kick fürs Hotel

Auf der Suche nach dem Ausgefallenen – etwas, das sich über die 60 schick in Weiß durchgestylten Zimmern hinaus verkaufen könnte, kamen der Manager und der Besitzer des Hotels – Paul Adams -auf die Idee mit den Sex Toys. Dabei spielt die leicht exzentrische Persönlichkeit von Adams eine Rolle. In Southport ist er eine lokale Größe. Er betreibt seit über zehn Jahren eine hochgelobte Brasserie, ein Treffpunkt der Prominenz, vor allem von Fußballgrößen. Manchester und Liverpool sind schließlich nur 40 Autominuten entfernt. Jeder, der es sich leisten kann, wohnt in Southport und nicht in den ehemals so uncoolen Proletarierhochburgen.

Stacher beschreibt seinen Boss als „a bissl kinky“. Einer, der sich zwischen „luxuriös und naughty“ bewege. So ist auch sein Hotel, ein ehemaliges Kino, ausgefallen: minimalistisches Design mit präzise kalkulierten Deko-Elementen, edelste Materialien und alles eine Nummer größer. „Wir haben nur zwei auf zwei Meter große Betten, unsere Minibars sind Maxibars mit 60 Liter Inhalt, und wir bieten eine kostenlose MP3-Sammlung mit 5000 Titeln“, so Stacher, der aus dem biederen Southport ein Sylt Englands machen will.

Sexspielzeug als Werbeinstrument

Darüber hinaus aber suchte der neu gebackene Hotelbesitzer nach dem Kick für seine Designer-Herberge, in die er 13 Millionen Pfund investiert hat. Denn neben dem coolen Schick gehe es immer um neue Erfahrungen. Das Hotel sozusagen als Lifestyle-Erlebnis. Man habe sich die Lingerie-Firma Agent Provocateur angesehen, aber das war’s nicht. Dann sei man aber in den USA auf den Sex-Toy-Hersteller Booty Parlor gestoßen. Der produziert nicht nur banales Sexspielzeug, sondern er designt es. Sex Toys, die auch noch gut aussehen.
 Die Idee mit den Sex Toys lässt sich natürlich beliebig ausschlachten. Stacher denkt dabei nicht nur an Vibratoren im Kühlschrank. Wie wäre es stattdessen mit einem Package „Naughty, but nice“, einem Angebot für Pärchen inklusive Massage für zwei und dazu einem Geschenk für sie – einer rosa Federboa, rosa Bondage Tape und …?

(Quelle: http://www.focus.de/reisen/urlaubstipps/designhotels_aid_265690.html / Autor:  Tinga Horny)

Tinga Horny

Tinga Horny, Jahrgang 1958, machte ihren B.A. in Sinologie an der Universität von Berkeley, USA, lebte und arbeitete fünf Jahre in Peking und verbrachte ein Jahr bei Sotheby`s in London, bevor sie wieder Lust auf Deutschland hatte. Sie volontierte beim Handelsblatt und arbeitete ab 1996 zunächst als freie Journalistin für Burdas Internet-Portal TraXXX. Seit 1998 gehört sie dem Reise-Ressort von FOCUS Online an, das sie seit 2001 leitet.

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