PR Aktion australischer Tourismusverband


Die Werbeaktion der australischen Provinz Queensland war noch nicht einmal richtig angelaufen, da ging die Website Islandreefjob.com bereits vor dem Ansturm von 160.000 Interessenten in die Knie, die alle „den besten Job der Welt“ haben wollen. Der australische Tourismusverband versteht sein Geschäft. Wer träumt – angesichts düsteren Winterwetters und ebenso düsterer wirtschaftlicher Aussichten – schließlich nicht von einer Flucht auf eine Trauminsel bei gleichzeitiger fürstlicher Bezahlung?

Inseltraum wird für eine Person wahr
Natürlich ist das „Job“-Angebot entsprechend verlockend formuliert. Der „Insel-Ranger“ von Hamilton Island am Great-Barrier-Riff bekommt demnach eine komfortable Vierzimmervilla als Dienstwohnung für sechs Monate. Anreise und Spesen werden „selbstverständlich“ bezahlt.

Das „Arbeitspensum“ beträgt etwa zwölf Stunden pro Monat, schätzt man im australischen Fremdenverkehrsverband und nennt das Füttern von Schildkröten und das Beobachten von Walen als Beispiele. Dafür gibt es umgerechnet 80.000 Euro Pauschallohn, also monatlich 13.333 Euro.
„Verrückte Dimensionen“
Für die Touristiker lohnt es sich jedoch allemal, einer Person einen sechsmonatigen Urlaub und Bargeld noch dazu zu schenken. Bereits jetzt ist die Werbewirkung unbezahlbar, dabei kommt die Kampagne in 18 Ländern gerade erst in Schwung.
Auch die Verantwortlichen selbst zeigten sich allerdings gegenüber britischen Medien über den Ansturm verwundert. Sie erwarten sich, dass der Run auf das Jobangebot noch „verrückte Dimensionen annehmen“ wird – umso mehr, als sie selbst es natürlich weidlich auskosten.

Reiche PR-Ernte
Das Auswahlverfahren für den Job findet daher Stück für Stück unter den Augen der Öffentlichkeit statt. Die elf letzten verbliebenen Bewerber müssen schließlich Anfang Mai zu einer Art Realityshow auf die Insel. Einer von ihnen tritt am 1. Juli den Job an.

Ab dann trägt das Projekt für die australischen Touristiker noch mehr Früchte. Dann muss der Auserwählte über das Inselleben per Blog, Video und Fotos berichten und Journalisten Rede und Antwort stehen – kurz: allen Daheimgebliebenen sechs Monate lang den Mund wässrig machen.

Die Anforderungen für den Traumjob
Exzellent auf Englisch kommunizierender, abenteuerlustiger Taucher gesucht.Sechs Monate bezahlt an einem Traumstrand herumliegen, baden, schnorcheln und sich von der Sonne verwöhnen lassen – der australische Bundesstaat Queensland bietet derzeit in weltweiten Zeitungsanzeigen den „besten Job der Welt“ an.

Als einzige wirkliche Arbeitsleistung werde das Führen eines Internet-Blogs über die Insel gefordert, teilte am Dienstag die Regierung von Queensland mit. Bewerben könne sich jeder, der Englisch spricht. Die Bewerbung ist bis zum 22. Februar unter Islandreefjob.com möglich.

Platz für die ganze Familie
Der glückliche Gewinner des Auswahlverfahrens bekommt für die sechs Monate umgerechnet 80.000 Euro, der Flug auf die Hamilton-Insel im Great-Barrier-Riff wird auch gezahlt. Nur wenn der Gewinner auch andere Leute mitnehmen will, muss er deren Transfer selbst bezahlen. Platz genug hat der oder die Glückliche jedenfalls: Auf der Insel wohnt der „Island Caretaker“ gratis in einer Strandvilla mit Küche, Bad, Wohnzimmer, drei Schlafzimmern und einem eigenen Pool, der allerdings „vielleicht ab und zu einmal gereinigt werden muss“.

„Ein ziemlich gutes Angebot“
Ansonsten wird von den Kandidaten erwartet, „durch das Great-Barrier-Riff zu reisen und jedes mögliche Abenteuer auszuprobieren“. Darüber solle dann per Internet der ganzen Welt berichtet werden. „Es ist ein ziemlich gutes Angebot“, so Tourismusminister Desley Boyle.

Kein Bedarf an Schüchternen
Im Internet findet sich an weiteren Job-Qualifikationen, dass der Bewerber außerdem ein „guter Schwimmer“ sein und ein „Faible für die freie Natur“ sowie eine „Vorliebe für Schnorcheln und/oder Tauchen“ und „exzellente Kommunikationsfähigkeiten“ haben solle.

„Der Gewinner muss das Meer lieben, die Sonne und die Natur“, sagte auch Anthony Hayes vom Tourismusbüro der australischen Region Queensland. „Und er muss von Zeit zu Zeit auch mit Journalisten sprechen, deshalb darf er nicht schüchtern sein.“

Quelle: 13.01.2009 ORF, http://www.orf.at/090113-33819/index.html
Bild: 13.01.2009 http://www.orf.at/090113-33819/inseljob_great_barrier_reef_CB032680_2q_innen_c.jpg

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