Online-Tourismus wächst trotz Krise weiter – 2008 brachte rund 18 Mrd. Euro Umsatz in Deutschland


Online-Tourismus boomt bei Billigfliegern

BilligfliegerTrotz der weltweiten Wirtschaftskrise hält der Boom im Online-Tourismus weiter an. 2008 konnte die deutsche Tourismuswirtschaft allein über das Internet 18,02 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaften. Die Gesamtbranche hat im gleichen Zeitraum 47,98 Mrd. Euro erwirtschaftet und abermals ein Wachstum ausgewiesen, welches überwiegend auf den Internet-Tourismus zurückzuführen ist. Gegenüber 2007 sind die erwirtschafteten Online-Umsätze um 21 Prozent gestiegen.

„Die globale Wirtschaftskrise hatte dabei kaum Einfluss auf die Ergebnisse des Jahres 2008, da die meisten Geschäfte bereits vor Auftreten der Krise abgewickelt wurden“, so Dominik Rossmann, Geschäftsführer von Ulysses – Web-Tourismus gegenüber pressetext. Interessantes Detail ist auch, dass die E-Commerce-Quote im Tourismus inzwischen bei 97 Prozent liegt und damit der höchste aller je gemessenen Werte ist. „Im Endkonsumentenbereich (B2C) kommt der Tourismus auf über ein Viertel des gesamten deutschen E-Commerce“, so Rossmann. In der Zwischenzeit gebe es kaum mehr Unternehmen, die keine Online-Buchungen oder Kauftransaktionen anbieten.

„Die am häufigsten verkaufte touristische Leistung im Internet waren über alle Branchen hinweg wieder einmal die Transportleistungen, gefolgt von Beherbergungsleistungen. Diese lassen sich ebenfalls hervorragend über das Internet vertreiben, da es sich um einfache Basisleistungen handelt“, erklärt Rossmann. Als wachstumsstark präsentierten sich 2008 vor allem die Kurzreisen sowie die individualisierte Pauschalreise – das so genannte Dynamic Packaging. Auf die Frage, was Top-Seller im Jahr 2009 sein wird, antworteten 80 Prozent der befragten Tourismusmanager Billigflüge. Als Top-Trends gelten Wellnessreisen und Städtetourismus. Für Rossmann ist das verständlich, denn dies sei eine Reaktion auf deutlich schmälere Geldbörsen. „Die sowieso schon nicht von Gewinnen verwöhnte Tourismuswirtschaft erwartet also noch preissensiblere Reisekunden im laufenden Jahr“, subsumiert der Experte die Situation.
„Dem Preiskampf ist also weiter Tür und Tor geöffnet und dies läßt für die Nachfrager einen interessanten Sommer erwarten.“

„Das Wachstum im Online-Tourismus schwächt sich immer mehr ab, selbst wenn die Wachstumsraten auch in den kommenden Jahren noch zweistellig bleiben werden.“ Betrug es 2003 noch fast 64 Prozent gegenüber 2002, waren es 2008 rund 20 Prozent gegenüber 2007. Eine Besonderheit des Vorjahres war jedoch, dass erstmalig mehr Reiseleistungen in Deutschland über webbasierte Technologien vertrieben wurden als über das stationäre Reisebüro. Knapp über 51 Prozent aller Leistungen wurden 2008 online vertrieben. Bis 2012 erwarten sich die Experten Quoten von über 60 Prozent.

Die höchste Online-Umsatzquote wiesen auch 2008 die Billigflieger auf. Von jedem umgesetzten Euro erwirtschafteten sie knapp über 80 Cent über das Internet. Linienflieger erreichten Online-Umsatzquoten von 40 Prozent, die Beherbergungsbranche kam auf rund 17 Prozent. Zugenommen hat auch die Umsatzquote der Reiseveranstalter. Stark profitiert haben insbesondere die sehr kleinen Veranstalter mit Spezial- und Nischenangeboten, die ihre Quote auf über 30 Prozent steigern konnten. Das sei ein wunderbarer Beweis dafür, dass die kleinen Veranstalter besonders dynamisch und zukunftsorientiert mit den webbasierten Medien arbeiten, erklärt Rossmann abschließend.

Quelle: 05.05.2009, http://pressetext.com/

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