MS zur Zimmermädchen-Affäre


Mich würde nur interessieren, welche Unternehmensberater solche Aussagen machen! Können nur Unternehmensberater sein, die selbst nur Dreck machen, aber noch nie für Stubenfrauen verantwortlich waren. Es ist traurig aber leider wahr, so darf sich unsere Branche nicht wundern, kein Personal mehr zu bekommen.

Artikel auf Tophotel: Bußgelder wegen Dumpinglohn rechtlich unsicher

Da bahnt sich offenbar ein langer Rechtsstreit an: Die Münchner Fünf-Sterne-Hotels, die Bußgelder wegen Dumpinglöhne für Zimmermädchen bezahlen sollen, werden sich voraussichtlich gegen die Zahlungsbefehle juristisch zur Wehr setzen. Das Eingreifen sowohl des Bußgeld- als auch des Haftungstatbestandes nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz ist im Fall eines Hotels, das Auftraggeber eines Gebäudereinigers ist, der seinerseits Zimmermädchen beschäftigt, rechtlich unsicher. Zu den konkreten Einzelfällen liegen uns allerdings keine Erkenntnisse vor, sagte Sandra Warden, Geschäftsführerin im Dehoga-Bundesverband Berlin, gegenüber dieser Fach-Illustrierten. Es sei strittig, ob die Hotels als Auftraggeber für die korrekte Entlohnung der Angestellten von Werkvertragsunternehmen haften. Die Regelungen aus dem 2007 auf die Gebäudereinigung erstreckten Arbeitnehmerentsendegesetz stammen ja aus der Baubranche und hier haftet ein Bauher – anders als der Bauunternehmer – gerade nicht für die Löhne, die die Subunternehmer ihren Beschäftigten zahlen, erläutert Warden. Die Auswirkungen des Arbeitnehmerentsendegesetzes auf die Hotellerie werden in einem Dehoga-Merkblatt (erschienen Mitte 2007 und bereits mehrmals aktualisiert, erhältlich bei den Dehoga-Landesverbänden) ausführlich erläutert.

Mehreren Münchner Luxushotels waren kürzlich vom Hauptzollamt der bayerischen Landeshauptstadt Bußgeldbescheide zugestellt worden. Hintergrund ist der Vorwurf der Zollfahnder, die Hotelbetriebe hätten ihrem Reinigungsdienstleister nicht genügend bezahlt. Daher hätte die Firma Power Clean ihre Mitarbeiter nicht den gesetzlichen Mindestlohn von 8,15 Euro je Stunde überweisen können; wir berichteten. Ende Oktober fand in mehreren Münchner Tophotels eine Razzia statt.

Zimmerreinigung im Hotel: Haften die Betreiber bei Dumpinglöhnen für Zimmermädchen?

Diese Bußgeldbescheide traten nun erstmals auf und führen die seit langem laufende Diskussion um die Entlohnung von Zimmermädchen auf eine neue Ebene. Sollten die Bußgeldbescheide wirksam werden noch sind sie nicht rechtskräftig würden wahrscheinlich auch andere Hotels, die unter Beobachtung der Finanzkontrolle Schwarzgeld stehen, belangt werden.

Dass eine ausreichende Honorierung der Gebäudedienstleister auch im Interesse der Hoteliers liegt, ist hinreichend bekannt. Doch längst nicht in allen Beherbergungsbetrieben werden die kalkulatorisch empfohlenenen 15 bis 16 Euro je Arbeitsstunde bezahlt. Doch auch niedrigere Entgelte lassen den Reinigungsfirmen genügend Spielraum, den gesetzlichen Mindestlohn, die Lohnzusatzkosten und anderen Fixkosten zu bezahlen und einen Gewinn zu machen. Das betonen auf jeden Fall Unternehmensberater. Dennoch geraten oftmals die Hotels in die Schlagzeilen, wenn es bei einer Reinigungsfirma Probleme mit dem Mindestlohnt gibt wie zuletzt bei dem bundesweit bekannt gewordenen Fall im Sofitel Hamburg.

Quelle: 12.06.2009, Tophotels

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