Das Ende des Thermenbooms


Thermen sind oft überfüllt und auch die Lautstärke in den Thermen wird kritisiert. Laut einer aktuellen Studie wird es daher ein Ende des Booms geben. Die Thermen in Laa und in Bad Erlach sind trotzdem zuversichtlich. Das Ergebnis der Analyse der heimischen Thermenlandschaft zeigt, dass das Angebot groß und der Markt daher gesättigt ist. Es sei kein wesentlicher Gästezuwachs zu erkennen. Viele spendable Gäste wechseln in luxuriöse Wellness-Hotels. Der Besuch einer Therme ist nur noch für wenige besonders und neu, heißt es in der Studie. Die Studienautoren rechnen mit Besucherrückgängen.

„Keines der etablierten Häuser meldet für 2009 einen signifikanten Gästezuwachs“, sagt Studienautor Andreas Kreutzer. Ein Marktwachstum lasse sich offenbar nur noch über Neueröffnungen erzielen. Bereinigt man die Gästezahlen nicht um die jüngsten Kapazitätserweiterungen – die Grimming Therme in der Steiermark, die St. Martins Therme im Burgenland, die Wiedereröffnung der Therme Bad Hall in Oberösterreich und die Therme Vigaun in Salzburg sowie das erste volle Geschäftsjahr der Asia Therme Linsberg – ergibt sich ein Gästeplus von 1,8 Prozent.

Bis jetzt sind die niederösterreichischen Thermen noch nicht mit Besucherrückgängen konfrontiert. In der Asia Therme Linsberg in Bad Erlach (Bezirk Wr. Neustadt) setzt man auf ein ruhiges Wellnessprogramm, das vor allem erwachsene Besucher ansprechen soll. Damit konnte die Auslastung zuletzt um zehn Prozent gesteigert werden. Auch in der Therme Laa (Bezirk Mistelbach)bleiben die Besucherzahlen konstant. Die Betreiber begründen das mit den strikt getrennten Wellness- und Familienbereichen und mit speziellen Angeboten. In beiden Thermen ist man für das Geschäft in der Zukunft zuversichtlich.

Quelle: 18.02.2010, ORF

3 Gedanken zu „Das Ende des Thermenbooms

  1. Ich denke der Thermenboom ist in nächster Zeit noch nicht so schnell beendet. Immerhin renovieren und erweitern die Eurotherme ihr Flagschiff in Bad Schallerbach dieses Jahr gewaltig. Neues Aquapulco, neue Piratenlandschaft, Cabriodach Therme und 5D Kino. Zusätzlich wird alles privat ohne Mittel vom Land finanziert. Wenn das nicht von einer erfolgreichen Besucherzahl zeugt…

  2. Ich denke schon, dass in den nächsten Jahren ein gewisser Rückgang eintreten wird. Vor allem die hohen Preise der Thermenhotels in Österreich werden irgendwann nur noch wenige überleben lassen. Wenn man bedenkt, dass im Juni 2005 in Geinberg eine Nacht mit Frühstück noch 67 € gekostet hat und es heute bei gleicher Leistung 129 € sind, so wird es doch zunehmend schwerer werden diese Preise durchzusetzen. Dank der hohen Betriebskosten auch in der Sauren Gurken Zeit im Sommer kommt man aber um die Preise nicht herum. Und wie erwähnt im Artikel, steigt ja auch die Zahl der Mitbewerber ständig an. Bad Schallerbach wird mittelfristig wohl zu den Gewinnern gehören, viele kleinere Thermen werden es in Zukunft aber günstiger oder gar nicht mehr machen. Wer z.B. die Preise der Hotels in Loipersdorf beobachtet, kann vor allem in der Nebensaison durchaus Rückgänge feststellen. Wenn das Preisniveau allgemein sinkt, werden anschließend auch die großen und sehr beliebten Thermen die Preise zwangsläufig senken müssen.

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