Aus für Tibet-Hotel in Hüttenberg?


Tibet-Hotel in HüttenbergDie russischen Investoren, die in Hüttenberg ein Tibet-Hotel bauen wollten, hätten sich nicht gemeldet, so Friedrich Morri von der Landesholding. Das Projekt sei daher gestorben. Es folgten Dementis – das Projekt laufe noch.

Der Dalai Lama legte 2006 den Grundstein.

Morri bestätigte gegenüber der „Kleinen Zeitung“ (Montag-Ausgabe), dass es keinen Kontakt mit den Russen mehr gebe. Das Land hatte von den Investoren zwei Millionen Euro an zusätzlichen Garantien gefordert, seither herrschte Funkstille. Noch im Jänner war man zuversichtlich, dass das Projekt realisiert werde. Seitens der Holding sei noch kein Cent in das Millionenprojekt geflossen, betonte Morri.

Ursprünglich sollte Robert Rogner das Hotel bauen, nach tibetischen Vorgaben und als Ergänzung zur bestehenden tibetischen „Universität“ (Institut für Höhere Tibetische Studien), die 2008 eröffnet wurde. Doch als der Vertrag mit Rogner platzte, holte der damalige Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) die Russen ins Boot. Sie wollten sechs Millionen investieren und sollten 14 Millionen aus Steuermitteln bekommen.
Tibet-Hotel-Geschäftsführer Karlheinz Petritz dementierte am Montag das endgültige Aus für das Projekt in Hüttenberg. Das Tibet-Hotel sei noch keineswegs gestorben. Derzeit sei man dabei zu prüfen, ob das geplante Areal überhaupt bebaubar ist, so Petritz – es liegt nämlich in der sogenannten „Roten Zone“.

Auch ein alternatives Grundstück der Gemeinde Hüttenberg werde überprüft. Laut Petritz seien allerdings massive Mehrkosten für das Tibet-Hotel zu erwarten, die russischen Investoren seien jedoch nicht bereit diese zu übernehmen. Sie hätten bereits mehr als eine Million Euro in das Tibethotelprojekt investiert, so Petritz.
    
Die Kärntner SPÖ will Petritz keinen Glauben schenken. Sie sagt, wieder sei ein sogenanntes „Leuchtturmprojekt“ gescheitert. Laut SPÖ wäre es möglich, eine tibetische Universität ohne Hotel zu führen, wenn man dafür ein geeignetes Grundstück findet. BZÖ-Bündnisobmann Josef Bucher sagte, die blau-schwarze Koalition in Kärnten sei verantwortlich für das Debakel beim Tibet-Hotel. Es brauche jetzt rasch touristische Alternativen für das Görtschitztal, so Bucher.

Finanzlandesrat Harald Dobernig (FPK) sagte am Montag in einer Aussendung, dass die Darstellung in der Ausgabe der „Kleinen Zeitung“ nicht korrekt sei. Das Projekt Tibet-Hotel sei nicht gestorben. Derzeit laufen Prüfungen und notwendige Klärungen hinsichtlich der Grundstücksfrage. Daher die zeitlichen Verzögerungen. Man werde die Region auf keinen Fall hängenlassen, so Dobernig.

Quelle: 17.05.2010, ORF

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