Tatort: Hotelzimmer – Was Hotelgäste alles mitgehen lassen?


Was Hotelgäste alles mitgehen lassen
Bildquelle: Goldman 25hours

Hand aufs Herz: Haben Sie schon einmal beim letzten Rundgang durch Ihr Hotelzimmer die kleinen Shampoofläschchen oder die bedruckte Seife eingesteckt? Jetzt können Sie Ihr schlechtes Gewissen beruhigen: Toilettenartikel wie diese sind vom Hotel für den Gast bestimmt und dürfen vollkommen legal nach Hause mitgenommen werden.

Bei anderen Gegenständen wie Handtüchern, Aschenbechern usw. sind Skrupel jedoch angebracht – hier handelt es sich eindeutig um Diebstahl.

Ist doch selbstverständlich denken Sie? Dann lesen Sie doch einmal, welche skurrile Dinge in Hotels schon Beine bekommen haben sollen…

Man gönnt sich ja sonst nichts…

Man glaubt es kaum, aber es gibt Hotels, in denen Schuhablagen oder die Schiebetür vom Kleiderschrank abhanden gekommen sind. Stellt sich nur die Frage, wie diese unbemerkt bei der Hotellobby vorbeigeschmuggelt wurden…

Es ist überliefert, dass ein Pärchen um ein Zimmer nahe des Parkhauses gebeten hat, nur um dann sämtliche Möbel und Einrichtungsgegenstände aus dem Zimmer mitgehen zu lassen und diese auf einen Umzugswagen zu verladen.

Der Lack hat so schön geglänzt…

In einem Fall hat ein als Handwerker verkleideter Mann einen Konzertflügel aus der Hotellobby gestohlen und es dabei geschafft, den Diebstahl völlig ungestört zu bewerkstelligen.

Wie viele Hotelgäste braucht man, um eine Glühbirne auswechseln zu müssen? Wie es scheint nicht allzu wenige, denn manch einem Sparefroh sind die 60 Cent Eigenwert des Glühkörpers tatsächlich ein Delikt wert. Damit es sich auch auszahlt, müssen auch manchmal noch die Lampenfassungen, Verkabelung und sonstige Beleuchtungskörper daran glauben.

Der Diebstahl eines Telefons (obwohl eigentlich klar sein sollte, dass dieses außerhalb des Hotels nicht funktionieren wird) mag noch ein Kinderspiel sein, aber die Entwendung einer Klimaanlage, die fast 130 kg wiegt, erscheint da schon weitaus problematischer.

Die wirklich kreativen Diebe sind jedoch diejenigen, die nicht nur den Plasmafernsehr, sondern – um Anschlussprobleme zu vermeiden – gleich noch die Elektroverkabelung für den DVD-Player mitnehmen.

Es soll auch Hotelgäste geben, die nicht widerstehen können, wenn sie ein funkelnagelneues Bügelbrett vor sich stehen haben.

Ein schönes Andenken an ausschweifende Hotelnächte sind zweifelsohne Zimmernummern und Türscharniere. Warum sind wir nicht selber auf die Idee gekommen?

„Ich nehme die dekorativen Blumen, das mittelalterlichen Schwert, den über einen Meter hohen Holzbären und obendrauf den Kamin für meine alte Oma.“

Den Vogel abgeschossen hat aber ein gewisser Herr, der einen ausgestopften Wildschweinkopf mitgehen ließ. Sobald der Diebstahl entdeckt wurde, hat er ihn dem Hotel zurückgegeben, diesen dann aber von seinen Freunden als Hochzeitsgeschenk bekommen.

Vorsicht, „Schwarze Liste“!

Hotels können sich ihre Gäste nicht aussuchen? Damit ist dank Online-Datenbanken von negativ aufgefallenen Hotelgästen Schluss. Hotel- und Pensionsbetreiber können hier bekannte Unruhestifter nachschlagen, als auch selbst Vergehen wie etwa Handtuchklau oder Sachbeschädigung melden. Gäste, die auf der Liste landen, werden in der Regel informiert und können Beschwerde einlegen. Die Einträge werden zwischen zwei und vier Jahren gespeichert.

Ob ihr künftiges Hotel-Mitbringsel das wert ist, müssen Sie sich selber fragen.

Quelle: 17.09.2010, News.at

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