ÖAMTC testet 100 Tourismus-Informationen in Österreichs Schiregionen


Die Schisaison ist so gut wie eröffnet und in mehr als 800 Wintersportorten in Österreich werden letzte Vorbereitungen getroffen, um dem Ansturm der Urlauber standhalten zu können.

„Die Tourismus-Informationsbüros, die mit kompetenter Beratung zahlreiche Gäste in die Urlaubsdestinationen locken sollen spielen dabei eine wichtige Rolle“, weiß ÖAMTC-Touristikexpertin Silvie Bergant. Wie schnell die Mitarbeiter der Büros reagieren und wie wertvoll die Informationen sind, hat die ÖAMTC-Touristik getestet.

Mittels eines vermeintlich privaten E-Mails an 100 Tourismusbüros wurde eine konkrete Zimmeranfrage für die Semesterferien gestellt und nach Informationen über Kinderschikurse sowie alternativen Angeboten für Nicht-Schifahrer gefragt. „Ich plane mit meiner Frau und meinen zwei Kindern (8 und 13 Jahre) einen Schiurlaub. Daher suchen wir für die Zeit vom 19.02. bis 26.02.2011 ein gemütliches und günstiges Hotel“, lautete ein Teil des Mystery-Testmails. „Die Ergebnisse waren teils überraschend“, sagt die ÖAMTC-Expertin. Der Rücklauf lag bei insgesamt 91 Prozent. Absolute Sensation ist jedoch, dass 88 Prozent der Tourismusbüros ihre Antworten noch am selben Tag geschickt haben. Die Qualität der Antworten variierte jedoch erheblich.

Den ersten Platz beim ÖAMTC-Servicetest belegen der Tourismusverband Kitzbüheler Alpen, Zentralbüro St. Johann (Tirol), Lech-Zürs Tourismus (Vorarlberg) und Schwarzenberg Tourismus (Vorarlberg). Diese drei Tourismusbüros erreichten jeweils 19 von 20 Punkten. Bewertet wurde die Reaktion auf die E-Mail-Anfrage, das konkrete Zimmerangebot, das persönliche Anschreiben und die Antwort auf die Detailfragen zu Schikursen und Nichtschifahrer-Programmen.

Mit 18 Punkten liegen der Tourismusverband Ausseerland (Steiermark), der Tourismusverband Tux-Finkenberg (Tirol) und der Tourismusverband Wilder Kaiser (Tirol) auf dem zweiten Platz. Bundesland Salzburg-Sieger ist der Kur- und Tourismusverband Bad Gastein, der sich im österreichweiten Ranking Platz drei mit dem Tourismusverband Haus im Ennstal (Steiermark), der Tourismusinformation Wildschönau (Tirol), der Zillertal Arena, Zell am Ziller (Tirol) und dem
Warth-Schröcken Tourismus (Vorarlberg) teilt.

Unter den wenigen Informationsbüros, die nicht auf die Anfrage reagiert haben, sind auch wohlbekannte Namen. So zum Beispiel der Tourismusverband Obertauern (Salzburg), der Tourismusverband Saalbach-Hinterglemm (Salzburg), der Tourismusverband Galtür (Tirol) und der Tourismusverband Heiligenblut (Kärnten).

Große Unterschiede gab es hinsichtlich der Qualität der Antworten. Meist werden Hotelanfragen in einem speziell für solche Anliegen eingerichteten Buchungssystem eingegeben. Der weitere Vorgang ist sehr unterschiedlich. Mehr als ein Drittel der Tourismusinfos (37 Prozent) setzt selbst keine weiteren Schritte, sondern überlässt es den Pensionen und Hotels, dem potenziellen Gast Angebote zu unterbreiten. Zwar funktioniert diese Vorgangsweise und der Urlauber
erhält jede Menge Hotelangebote, allerdings besteht hier die Gefahr einer wahren Mailüberflutung. „Außerdem ersetzen solche Angebote der Hotelbetreiber nicht die persönliche Empfehlung seitens des Tourismusbüros“, weiß die ÖAMTC-Touristikerin. Manche Tourismusbüros stellen selbst oder mit Hilfe des Buchungssystems eine Auswahl zusammen und verschicken diese entweder in einem persönlichen Mail oder über das System in Form eines automatisierten Antwortmails. Insgesamt erhielt die ÖAMTC-Touristik von 58 Prozent der Mitarbeiter in Tourismusinformationen entsprechende Nächtigungsangebote.

Ernüchternd waren die Ergebnisse bei den Antworten auf die gestellten Detailfragen. Nur vier Tourismusinformationen haben bei der Frage nach Kinderschikursen und Programmen für Nichtschifahrer die volle Punkteanzahl (sechs Punkte) erreicht. „Viele Tourismusbüros schickten nur einen weiterführenden Link, zum Beispiel zur Webseite einer Schischule. In 15 Prozent ist auf die individuellen Fragen gar nicht reagiert worden“, kritisierte die ÖAMTC-Expertin.

„Generell hat sich mit dem Internet das Informationsverhalten der Urlauber zwar wesentlich geändert, dennoch sollten die Touristikbüros auf Wunsch individuelle Fragen beantworten, vor allem, wenn diese dezidiert gestellt werden“, rät die ÖAMTC-Expertin. Denn wer sich einen Wintersport-Urlaub leistet, entscheidet sich bei ähnlichem Preis-Leistungs-Verhältnis wohl eher für das Schigebiet, das freundlich, kompetent, prompt und mit etwas Charme präsentiert wird.

Alles zum Thema Reisen inklusive dem Routenplaner – für die ideale Route in den Schnee – findet man online unter www.oeamtc.at/reise.

Aviso an die Redaktionen: Eine Grafik zu dieser Aussendung ist im ÖAMTC-Fotoservice unter www.oeamtc.at/presse abrufbar.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Patricia Gassner
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

Quelle: 25.11.2010, APA

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  1. Dass eine schnelle Antwort erfolgt ist ja sehr positiv. die Tourismusbüros sind wirklich wichtig, sie sind die Anlaufstelle für die Gäste, wenn man da gut betreut wird, fühlt man sich in guten Händen. Die Qualität, ja Menschen sind halt nun mal so. Aber meine Erfahrungen sind großteils positiv.

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