Stoppt die Schnäppchenjäger…


Schnäppchenportale in ÖsterreichGestern noch Rabattmarkensammler heute Onlineschnäppchenjäger. Die großen Portale wie Daily Deal, City Deal oder Groupon machen sich gerade keine Sorgen. Nicht nur Investoren sind „Geil auf Groupon“, auch Schnäppchenjäger in Österreich nehmen stark zu.

Viele Hotels, Restaurants springen auf diesen Trend auf. Aber Achtung! Wir gestehen, auch wir haben gesündigt! Bei einigen Projekten habe ich diese Vertriebsmöglichkeiten getestet. Obergrenze 25 % Provision!

Liebe Hoteliers und Gastronomen,

diese Aktionen bringt nur neue Gäste, wenn man die Erwartungen übertrifft. Bei 90% der Betriebe resultieren durch diese Firmen keine Stammkunden. Na gut, vielleicht sind wir auch alle selbst schuld, weil wir die Gäste nicht begeistern. Also, wer sich entschließt dabei zu sein, bitte zusätzlich Gäste begeistern!

Aber ein absolutes No-GO ist 50% Provision zu bezahlen!!! Geht nicht, und gibt es nicht! Auch bei mir ist die Grenze bei 25%. Wir pfeifen auf den Marketingwert, der von diesen Firmen prophezeit wird!

Test:
FORMEL für die Zukunft:
Verkaufspreis minus 50% Rabatt minus 50% Provision = macht keinen SINN (Auf Wiedersehen!) Auch Groupon und Daily Deal werden uns brauchen. Weil wir interessante Angebote haben – also nicht über den Tisch ziehen lassen!

Was einst die Rabattmarken waren, sind heute Onlineschnäppchen. Portale, die Onlinedeals für günstigere Restaurantbesuche, Urlaube oder Wellnessangebote verkaufen, sind auf Erfolgskurs – allen voran das US-Start-up Groupon, das darzeit von Investoren mit Geld geradezu überhäuft wird und mit einem möglichen Börsengang für Aufregung in der Finanzwelt sorgt. Auch in Österreich boomt die Jagd auf Onlineschnäppchen zusehends.


An Online-Gutscheinportalen wie Groupon und DailyDeal gibt es derzeit kaum ein Vorbeikommen: Zum einen werden sie massiv beworben, zum anderen zücken auch hierzulande immer öfter Konsumenten den online erworbenen Rabattgutschein.

Ein Mittagessen um 15 statt 30 Euro, die Botox-Behandlung um 60 Prozent billiger und der Romantiktrip für zwei zum Preis von einem: Solche und andere Angebote werden auf den Gutscheinportalen verkauft.
Der Nutzer registriert sich dabei online mit seiner E-Mail-Adresse und erhält fortan täglich ein Angebot, das man 24 Stunden lang kaufen kann. Die simple Idee dahinter ist, durch eine hohe Käuferzahl besonders günstige Preise anbieten zu können.

In Österreich sind mit Groupon und DailyDeal derzeit zwei Anbieter auf dem Markt für Gutscheinschnäppchen vertreten. Das Start-up Groupon, vor gerade einmal zwei Jahren in den USA gegründet, ist mittlerweile nach eigenen Angaben in 35 Ländern aktiv und hat mehr als 50 Millionen Nutzer. Auch in Österreich verzeichnet das Portal bereits eine halbe Million Nutzer, in Deutschland sind es 3,5 Millionen – Tendenz steigend.
Zum Umsatz macht das US-Unternehmen keine Angaben. Analysten schätzen den jährlichen Umsatz des Konzerns auf 500 Millionen bis zwei Milliarden Dollar. Die Website soll bereits nach wenigen Monaten profitabel gewesen sein.

Die Provision und die genauen Konditionen für die Deals werden laut Groupon mit den Partnern individuell verhandelt, um den verschiedenen Branchen gerecht zu werden. Ein Deal findet nur dann statt,wenn ein bestimmter Mindestabsatz erreicht wurde. „Durch die hohe Nutzerzahl kommen aber mittlerweile alle Deals zustande“, erklärte die Groupon-Pressestelle gegenüber ORF.at.

Ein immer stärker werdender Konkurrent ist der Anbieter DailyDeal, der Groupon in Österreich im Weihnachtsgeschäft nach eigenen Angaben überholte. DailyDeal ist derzeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten, weitere Länder sollen in Kürze dazukommen. Auch eine Applikation für das iPhone und das Android-Betriebssystem steht für die mobile Schnäppchenjagd bereit.

Beim Umsatz hält sich auch das Unternehmen mit dem Hauptsitz in Berlin bedeckt. Nach Zahlen im hohen siebenstelligen Bereich 2010 erwarte man in diesem Jahr ein mindestens 200- bis 300-prozentiges Wachstum, sagte Markus Pichler, Geschäftsführer von DailyDeal Österreich.

DailyDeal kassiert bei jedem Deal eine Provision von 50 Prozent. Anders als bei der Konkurrenz hat man sich hier von der Mindestabsatzmenge verabschiedet. „Die Kunden wurden extrem verunsichert, daher haben wir diesen Aspekt schnell abgeschafft“, so Pichler.

Besonders begehrt bei den Nutzern sind Deals aus dem Gastronomiebereich. Sie machen derzeit den größten Anteil aus, bestätigten beide Portale auf Anfrage von ORF.at. Auch in den Segmenten Beauty, Wellness und Freizeit gebe es eine starke Nachfrage, das Angebot soll laufend ausgebaut werden.

Aus Konsumentenschutzsicht gibt es offenbar keine Probleme mit den immer beliebter werdenden Portalen. „Wir haben keine Beschwerden registriert in diesem Segment“, sagte AK-Konsumentenschützerin Daniela Zimmer im Gespräch mit ORF.at. Das Fernabsatzgeschäft, unter das der Onlinehandel falle, berge aber besondere Risiken. So sollten Käufer laut Zimmer bei der Wahl der Zahlungsmittel aufpassen und sich über die Reputation der Anbieter informieren. Bei der Zahlung mit Kreditkarte gebe es etwa eine Rückbuchungsmöglichkeit, während es bei Vorkasse schwer werden könne, sein Geld zurückzubekommen.

In Österreich und der EU gelte zudem ein befristetes Rücktrittsrecht von sieben Werktagen von einem Onlinekauf. Die Umsetzung dieses Rechts könne aber bei Geschäften mit Händlern in Drittstaaten (etwa den USA) Schwierigkeiten bereiten, so Zimmer.

Quelle: Nayla Haddad, Beate Macura, ORF.at

Ein Gedanke zu „Stoppt die Schnäppchenjäger…

  1. Wir hatten auch schon ein Gespräch mit einem dieser Anbieter – Fazit: Für uns uninteressant.

    Das macht in einen Augen vor allem Sinn, wenn man eine standardisierte Dienstleistung oder ein standardisiertes Produkt mit geringen Produktionskosten und großer Marge hat. Man investiert in einen Deal statt in andere Werbeformen – dann hat die Sache einen Sinn.

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