Die Macht von Booking.com und die Folgen für TIROL


Booking eröffnet in den nächsten Wochen ein Büro in Innsbruck. Beginnt mit 21 Mitarbeitern und wird in den nächsten Jahren auf 40 aufrüsten. Ist dann in Tirol jeder Betrieb auf Booking? Oder schaffen es die Tiroler trotzdem keine Kontingente im Winter herzugeben. Meine Meinung: NEIN

D.h. die touristische Landschaft und der Vertrieb wird in 2 Jahren anders aussehen. Wie werden die anderen Portale darauf reagieren?
Tiscover, Reiseveranstalter, Eurotours… – kann dann ein Incomer noch Zimmer verkaufen?

Meine Meinung dazu:
Die Zimmpreise werden sinken. Die Provisionen werden steigen. Gewinne werden sinken! Kleine Betriebe in schlechter Lage werden ums überleben kämpfen.
Die Tourismusverbände werden noch weniger Buchungen bekommen. Auch im Winter werden im Alpenraum Zimmer ONLINE buchbar sein.
Betriebe die im Sommer wenig Geschäft haben werden „gerne“ gezwungen fixe Kontingente für den Winter freizuschalten.
Vor 10 Jahren haben mich die Tiroler noch ausgelacht. Online Buchung – bei uns nicht! Provisionen sicher nicht!
Einige werden mehr als 25% Provisionen bezahlen. 25 % Provisionen und fixe Kontingente wirds im Winter auf Booking schneien.
Die Geister, die wir riefen: Zimmerverkauf außer Kontrolle? Was meint Ihr dazu – Wie sieht der touristische Vertrieb in 5 Jahren aus?

Habe schon mal die Weihnachtsliefder für Euch geschrieben!

Für Hoteliers: (nur im 1. Jahr)
Ihr Gäste, kommet, o kommet doch all’! Von BOOKING her kommet in unsere Zimmer, und seht, was Booking das Reiseportal für Freude uns macht.

Für die Aktionäre von Priceline:
Alle Jahre wieder kommt Booking auf die Hoteliers nieder, wo die Gäse sind.  Kehrt mit seinen Provisionen ein in jedes Haus, geht auf allen Fällen mit der Provision hinauf.

Für Gäste & Aktionäre von Priceline:
O du fröhliche

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. In USA sind die OTAs schon lange bei 25-30%, das wird evtl. auch bei uns kommen. Aus hotelmarketing.com:
    „OTA commissions are high. Traditional travel agents are generally 10%, while OTAs are often 25-30%. In days where every dollar is precious, this commission level is an important consideration, especially for independent hotels where there’s no corporate backbone to lean against.“
    Und wir als „traditioneller Vertriebspartner“ (Reisebüro) kämpfen darum, überhaupt 10% im Alpenraum zu bekommen. Meiner Meinung nach klaffen das Verständnis für (Online & Offline-)Vertrieb sowohl von Seiten Hoteliers als auch der Mittler sehr weit auseinander. Jeder beharrt auf seinem Standpunkt. Die einen verstehen Vertrieb nicht, die andern unterschätzen die Lage der Einzelbetriebe. Ich frage mich manchmal, ob das in anderen Branchen auch so ist, dass sich Hersteller und Vertrieb derart gegenseitig bekämpfen. Fairer Deal statt MyDeal wäre angesagt!

  2. Ich denke dass sich Booking auch in Tirol, zumindest gegen die „traditionellen“ Vermittler durchsetzen wird. Bei einem derart hohen Gästeanteil aus dem deutschsprachigen Raum mit sehr sehr hohem Selbstfahreranteil werden diejenigen, die Beratung zu ihrem Geschäft gemacht haben und dafür überhohe Kommissionen verlangen, gegen die schnellen und einfachen keine Chance haben. Warum soll ein Kunde aus München sein Skihotel über einen Veranstalter im Reisebüro buchen? Wenn nein, warum soll das Hotel dem RB dann die Kommission zahlen?

    1. Hallo Herr Kluge,
      der Gast sucht sich seinen Weg, das ist klar. Wir haben sehr viele Gäste aus dem Reisebüro sogar innerhalb Vorarlbergs (als Veranstalter in Vorarlberg via Reisebüros in Vorarlberg und Zielhotel in Vorarlberg). Auch dieser Kanal funktioniert durchaus erfolgreich.

  3. Franz K. sagt:

    Toller Artikel. Kann diese Aussagen nur bestätigen.
    Wir hatten früher immer gutes Geschäft mit Booking!
    Leider ist in unserer Region momentan seh viel Mitbewerb aufgesprungen.
    Daher teilt sich der Kuchen. Gleichzeitig sinkt der Preis jedes Jahr. Aber die Provisionen steigen

  4. Christoph Hoenig sagt:

    Interessante Frage, die Sie vor 5 Jahren gestellt haben. Ich finde Ihre Ansichten, welche Sie schon vor 5 Jahren hatten bemerkenswert. Mich würde interessieren, ob Sie mit so einem Monopol gerechnet haben oder ob Sie finden das sich die Marktmacht von Booking.com noch im Rahmen bewegt.

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