Aufstand abgesagt und die Reise mit HRS geht weiter


Vielen Dank für Eure Unterstützung und für die kritischen Fragen während der Veranstaltung. Bild

Hier kann man den Bericht über die Veranstaltung lesen. Herr Mag. Christopher Norden vom T.A.I. Fachzeitungsverlag GmbH hat die Veranstaltung für uns auf den Punkt gebracht.

Eines muss man ihm lassen: Rückgrat hat der, der Chef des im deutschsprachigen Raum führenden Hotel-Buchungsportals HRS, Tobias Ragge. Seit Mitte Jänner wegen der Provisionserhöhung auf 15 Prozent und umstrittener Änderungen der AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) im Kreuzfeuer der Kritik, machte er seine Ankündigung zum Dialog mit den aufgebrachten Hotel-Partnern wahr und reiste am Donnerstag, dem 23. Februar, nach Wien. Dort traf er mit über 80 Hoteliers und Hoteldirektoren der Bundeshauptstadt zusammen. Ergebnis: die Auseinandersetzung verlief sachlich, die Maßnahmen wurden kritisiert, aber keines der anwesenden Hotels wird mit einer Aufkündigung der HRS-Zusammenarbeit reagieren.

Werner Magedler, Rainers Hotel Vienna, brachte es auf den Punkt: „Wir werden die Erhöhung mittragen, aber die ist am oberen Ende der Fairness angelangt.“

 

Mag sein, dass die Diskussion – moderiert von Vertriebscoach Markus Schauer (www.experiences.at) – spannungsgeladener abgelaufen wäre, wenn die Chefin des Boutique Hotels Stadthalle und der Wiener ÖHV, Michaela Reitterer, im Saal gewesen wäre. Doch sie war aufgrund einer Auslandsreise verhindert. Sie hatte zuvor konsequent HRS die Zusammenarbeit auf Eis gelegt und diese als LAP (Lebensabschnitts-Partnerschaft) bezeichnet (http://www.tp-blog.at/allgemeines/hrs-freie-wochen-bei-facebook).

Werner Wieser, Falkensteiner Hotels: „Die 2 Prozent Provisionserhöhung werden beim Ertrag fehlen“, wie vieles in der Hotellerie am Ertrag fehle, durch steigende Energiekosten, Marketingkosten etc. Das Grundproblem seien nicht die Buchungsportale sondern die zu ähnlichen Produkte der Hotellerie und die Strategie, nur über den Preis zu gehen. Für Wieser liegt die richtige Reaktion auf die hohen Vertriebskosten bei den Buchungsportalen (bis zu 25 Prozent und mehr) in verstärkten Bemühungen, Kunden zu binden: „Nützen wir die Stärken des Fremdvertriebs und intensivieren wir die Bindung zu den eigenen Kunden.“

HRS-Chef Tobias Ragge hatte zuvor im Zuge einer Präsentation auf die aktuellen Herausforderungen der Buchungsplattformen hingewiesen (u.a. jährlich um 10 Prozent steigende Kosten pro Klick durch die Monopolstellung von Google, niedrige Konvertierungsrate von den Klicks zur Buchung, etc.), die letztendlich die erste Kommissionserhöhung bei HRS seit 10 Jahren notwendig gemacht hätten. Ebenso schreite die technische Entwicklung rasant voran: 2014 werden mehr User über mobile Endgeräte online gehen, als über stationäre Computer, gleichzeitig verzeichnen die Online-Buchungen über Smartphones eine gigantische Steigerung und bringen gleichzeitig extremst kurzfristiges Geschäft: 52 dieser mobil-Buchungen erfolgen für denselben Tag. HRS, so Ragge, sei bei der Entwicklung im mobilen Bereich unter den Buchungsportalen weltführend.

Der Hotellerie versicherte er, trotzdem in den kommenden Jahren die Provisionen nicht nochmals zu erhöhen: „Wir betreiben keine Salami-Taktik.“ Nachsatz: „Wir machen Sachen (gemeint die Kommission-Erhöhung bzw. AGB-Änderung) nur, wenn sie nötig sind.“ Womit er sich diesbezüglich ein Hintertürl offen gelassen hat. Ausführlicher Bericht in der T.A.I.-Ausgabe vom 2. März 2012.

Quelle: http://www.tai.at/index.php/tai-24-top-news/58-tai-top-news/2782-hrs-chef-ragge-in-wien-aufstand-abgesagt

 

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