Die Macht der Buchungsportale


Das schaffen wir in Österreich nicht mehr! Eine Woche buchungsfrei von Buchungsportalen?
Oder – WER ist dabei?

Der Eigentümer Eugen Block vom Grand Hotels Elysée in Hamburg will den Druck auf die Portale erhöhen, indem er in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung nicht nur für sein 5-Sterne-Haus wirbt, sondern in der Anzeige auf der ersten Seite der Zeitung seine Gäste auch dazu auffordert, ihre Zimmer über die hoteleigene Website zu buchen.

„Ein guter Gastgeber ist immer ehrlich. Und das beginnt beim Preis“, heißt es darin. „Buchen Sie bei uns direkt und wählen Sie aus 4 Zimmerkategorien zum garantiert besten Preis. Denn Sie sind ja bei uns zu Gast und nicht bei einem anonymen Buchungsportal.“

Erst Ende August regte Block im Interview mit der AHGZ mit seinem Statement „Ich kann allen Hoteliers und den Verbänden nur zu mehr Selbstbewusstsein raten und dazu, den Druck auf die Portale zu erhöhen“ zur Diskussion an. Von der Branche forderte Block: „Wir Hoteliers müssen alles tun, um aus den Fängen der Buchungsportale zu kommen und den Markt wieder geradezurücken.“ Mit der Anzeige macht er nun den nächsten Schritt.


Initiative von Hoteliers für Hoteliers

Auch andere Hoteliers machen gegen die Macht der Buchungsportale mobil. Wolfgang Heidel, Chef des Parkhotels Del Mar in Sassnitz, hat die Website Reise-10.de ins Leben gerufen. Damit will er eine Alternative zu Buchungsportalen wie HRS schaffen. Seine Website sei eine Initiative von Hoteliers für Hoteliers. „Gemeinsam sind wir unabhängig und stark“, betont Heidel. „Wir schaffen neue Strukturen, die uns den direkten und ehrlichen Buchungskontakt mit dem Gast ermöglichen“, beschreibt er sein Ziel.

Wolfgang Heidels Portal funktioniert so: Auf jede Buchung über das Portal erhält der Hotelgast als eingetragenes Club-Mitglied einen Rabatt in Höhe von 10 Prozent. Die Website Reise-10.de erhebt keine Provision. Die Mitgliedshotels können den Preisnachlass so unmittelbar an die Gäste weitergeben. Kunden schließen ihre Buchungen mit dem Hotel und nicht mit dem Portal ab. „Der Reise-10.de-Club ist unser Beitrag, um den fairen Wettbewerb zu stärken“, betont Heidel. Nach Angaben des Hoteliers machen bereits mehr als 800 Häuser auf der Website mit.

„Suchen“ und „Buchen“ wieder in eigene Hände legen

Medienberichten zufolge greift auch die Hotelgruppe Intercontinental die Macht der Buchungsportale wie Expedia und Booking.com an – und zwar mit einer App fürs Handy. Derzeit denke man darüber nach, eine App zu entwickeln, die den gesamten Buchungsprozess von der Suche nach einem Hotezimmer bis zum Checkout abwickelt. Damit woll man vor allem die ersten beiden Schritte „Suchen“ und „Buchen“ wieder zurückgewinnen.

Ende September starten Hoteliers in Regensburg eine Initiative. Sie wollen zehn Tage lang keine Buchungen von den Portalen annehmen.

Quelle: 17.09.2013 / AHGZ Newsflash

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