Astrid Lindgren wäre 100 Jahre – Jenseits der Idylle

Sie sind lebenslustig und fantasievoll, vor allem aber sind sie frech, eigenständig und unabhängig: Astrid Lindgrens Figuren widersprechen – jede in ihrer Weise – vielen gängigen Klischees des „braven“ Kindes. Die berühmteste Kinderbucherautorin der Welt wäre am Mittwoch 100 Jahre alt geworden.„Träume jeden Abend vor mich hin“
„Ich träume und fantasiere jetzt noch mehr vor mich hin, jeden Abend, bevor ich einschlafe, und spiele in kindlichen Geschichten immer dieselbe Hauptrolle“, erzählte Lindgren als alte Frau ihrer Biografin Margareta Strömstedt und ergänzte kokettierend, sie finde es „ja doch ein bisschen peinlich, so kindlich zu sein“.
Das finden die Leser von mehr als 150 Millionen Lindgren-Büchern in 94 Sprachen überhaupt nicht: „Pippi Langstrumpf“, die „Kinder aus Bullerbü“, „Karlsson auf dem Dach“, „Ronja Räubertochter“ und andere Titelhelden sind beliebt wie eh und je.Sohn bei Pflegeeltern
Dabei sind Lindgrens dunkle Seiten noch immer relativ unbekannt. Die größte Tragödie im Leben der weltberühmten Schriftstellerin war lange ein streng gehütetes Geheimnis.
1926 wurde die gerade 19-jährige Astrid Ericsson von einem wesentlich älteren Mann schwanger, brachte ihren Sohn Lars heimlich in Kopenhagen zur Welt und ließ ihn dort die ersten drei Jahre seines Lebens bei Pflegeeltern.„Sprach nie über ihre Probleme“
Ihre verzweifelte Einfühlung in den kleinen, verlassenen Sohn sei für Lindgren eine genauso wichtige Inspiration geworden wie die eigene glückliche Kindheit in Vimmerby, so Strömstedt. „Deshalb sind ihre Bücher voll von starken Mädchen und von Burschen, die Trost brauchen.“
„Mutter sprach nie über ihre Probleme, um uns nicht zu belasten. Es wäre sicher besser gewesen, wenn wir öfter gewusst hätten, welche Sorgen sie mit sich herumträgt“, sagte Lindgrens Tochter Karin Nyman jüngst in einem „Focus“-Interview.„Ur-Pippi“ wurde abgelehnt
Die Erfolgsgeschichte als Autorin begann für Lindgren mit „Pippi Langstrumpf“, allerdings auf Umwegen. Das wilde Mädchen mit den roten Zöpfen hatte sie für Tochter Karin erfunden.
1944 schrieb sie die Geschichten als Geburtstagsgeschenk nieder und schickte sie an einen Verlag, „in der Hoffnung, dass sie mir nicht die Jugendfürsorge alarmieren“, wie sie später erzählte. Die „Ur-Pippi“, die heuer erstmals veröffentlicht wurde, wurde abgelehnt und erschien erst später in einer überarbeiteten Fassung.Die Kritik hielt dennoch an: Bei seinem Erscheinen wurde in einem deutschen Gutachten „dieses Pippi-Buch entschieden abgelehnt“, aber auch Lindgrens ernsteren Geschichten wie den „Brüdern Löwenherz“ schlug heftige Kritik entgegen. So warf man der Autorin vor, Kinder mit einer Geschichte, die zu großen Teilen im Leben nach dem Tod spielt, „in den Selbstmord zu treiben“.„Statusanhebung der Kinderliteratur“
Gerade mit diesen Elementen hat Lindgren die Kinderliteratur am nachhaltigsten verändert. „Der hohe Status ihrer Bücher hat auch zu einer Statusanhebung der Kinderliteratur allgemein geführt. Seitdem werden Kinderbücher als Literatur gelesen und wahrgenommen“, sagt die deutsche Skandinavistin und Lindgren-Forscherin Astrid Surmatz.
Geschafft habe Lindgren das vor allem durch ihre außergewöhnliche „Eleganz, Offenheit und Bandbreite ihres Schreibens“, am meisten aber damit, „dass sie das Kind und sein Recht auf Entfaltung zentral stellt“.„Mio“ macht Mut
Für Kathrin Wexberg von der Studien- und Beratungsstelle für Kinder und Jugendliteratur in Wien (STUBE) machen gerade die unbekannteren, dunkleren und dramatischen Bücher wie „Mio, mein Mio“, die sich von der Idylle Bullerbüs verabschieden und Fragen über Gewalt, Tod und Loslösung von den Eltern stellen, „vom Kindbild her Mut“.
Und sie sind vielleicht zeitloser als „Pippi“ und Co. – denn das ist durchaus ein Problem bei Lindgrens bekannteren Werken, wie die „Welt“ jüngst feststellte. „Lindgrens Bücher gehören zum Kinderzimmerkanon und werden von den Eltern an die Kinder nach dem Motto ‚War gut, ist gut, bleibt gut‘ weitergereicht“, schreibt die Zeitung. Ungeachtet Lindgrens literarischer Qualitäten fehle den Büchern aber oft der aktuelle Bezug.„Altmodisch“
„In einer partiell infantilisierten Gesellschaft übertrifft (…) die Begeisterung der Eltern die der Kinder noch um Längen“, heißt es, und: „Natürlich merken die Kinder, dass die Bücher nicht aus ihrer Zeit und altmodisch sind.“

Pippi habe ihren Charme noch einigermaßen halten können, die „allzu braven Nachbarskinder“ – die „öde“, ordnungsfanatische Annika etwa – seien jedoch einem beschleunigten Alterungsprozess erlegen, „was es den Kindern zunehmend schwerer macht, sich in der Geschichte wiederzufinden“.                        

      (Text news. orf.at am 14.11.2007)

 

Storytelling

Die besten Geschichten gibt es in der Hotellerie und im Tourismus! Was wirkt noch stärker als emotionelle Bilder? Geschichten von Mitarbeitern aus dem Tourismus über  Erlebtes. Tourismus ist auf besondere Weise gefordert, Geschichten zu erzählen. Mit Geschichten können wir Beziehungen zu unseren Gästen oder potentiellen Neukunden aufbauen. Also erzählen Sie mir Ihre Geschichte und diese werden wir hier und in einem eigenen Hotelgeschichtenblog veröffentlichen.… und diese Geschichte soll weiter gehen nämlich irgendwann irgendwo in einem Buch.„…und immer wieder vernehmen wir und reden viele Worte“
(aus der Ballade des äußeren Lebens. Hugo von Hofmannsthal)

Auf den Hund gekommen – die tierische Love Story

Sie können sich sicher vorstellen, dass man in einem Hotel so einiges erlebt.
Mal passiert da was aufregendes, mal dort. Aber diese Geschichte, die ich Ihnen heute aus dem Hotelleben erzählen darf, hat uns Mitarbeiter aus dem Balance Resort ganz besonders berührt.

Sie müssen sich einen kühlen Morgen, grau, verregnet und für unsere Gegend absolut untypisch, vorstellen. Ich befinde mich auf dem Weg in das Hotel, vorbei am Hoteleingang und sehe vor unserem Eingangsbereich einen kleinen, weißen Hund – bibbernd vor Kälte, der nicht von seinem Platz weicht.

Angekommen im Hotel erzählten mir die Kolleginnen an der Rezeption ganz aufgeregt, was es mit diesem Hund auf sich habe. Sofort hatte der Hund den Spitznamen „Romeo“.

Eine Dame – ein Hotelgast – war mit Hündin angereist, die gleiche Rasse, wie der kleine Romeo. Bei einem Spaziergang in der Ortschaft Stegersbach sind sich die beiden begegnet. Für Romeo, den Hund vom Lande, war es Liebe auf den ersten Blick.
Von diesem Tag, kam Romeo jeden Tag an zu uns, setzte sich vor die Eingangstür und wartete bis seine Angebetete zum Spaziergang aus dem Luxushotel kam.

Liebe Leser, Sie werden es nicht glauben, aber der Hund wusste nach kürzester Zeit, wann die Gassi-Zeit war und war täglich Punktum zum Morgen- und Abendgassi vor der Tür. Wohlerzogen wie er war, hat er nicht einmal einen Fuß in unser Hotel gesetzt, obwohl es nicht immer das schönste Wetter gab. Ehrfürchtig wartete er immer vor dem Hoteleingang oder bei der Auffahrt um ja nicht einen Blick auf seine Geliebte zu verpassen.

Die Hundedame von Welt wusste jedoch, dass diese Liebe keine Zukunft hatte und so mussten die beiden sich wieder trennen und erst nach Tagen des vergeblichen Wartens kam der kleine weiße Hund nicht mehr zu unserem Hotel.

Und was sagt uns das: Besser die Liebe seines Lebens nur für Minuten zu haben, als Sie nie zu treffen.

PS: Namen wurden von der Redaktion geändert. 

http://www.balance-resort.at/main.php?whichPic=0&whichText=0&sub1=1&sub2=10&sub3=385

Der erzähler dieser Geschichte soll sich bitte melden – um den Namen hier zu hinerlegen!

vielen Dank Euer

markus s.

Wir möchten Geschichten hören?

Einige Jahre sind vergangen und viele Geschichten mit Gästen und Mitarbeitern haben wir alle erlebt. Unterstützt mich und erzählt einfach hier weiter – wir haben viel zu erzählen.

Alle Geschichten werden veröffentlicht – bitte sendet mir Eure schönsten Geschichten auf office@vertriebscoach.at

…und noch was es sind oft die Geschichten die bleiben.