NETZTEILE

Wer jetzt mit seinem Social Netzdings 2.0 nicht auf Geldverdienen umsteigt, er kann sich getrost noch ein .com vor oder hinter den Namen schreiben – wenn das Geld für das bisschen Tinte dann noch reicht. 2009 heißt es „Sehen lassen“ in den Bilanzbüchern. Das Pokern auf neue Medien ist vorüber.

2.0 ist 2009 nicht wirklich lustig. Jaaaaaaa, vor drei Jahren, da war alles am Gründen, hat sich Namen gegeben, die auf keinen Fall Vokale enthalten durften. Und alle sollten mitreden, egal über was. Dann rollte der Rubel nur so. Aus den USA, aus Europa, vor allem aus diversen Fonds, die jetzt ärmer sind als Staaten im Nordmeer. Und nun haben alle mitgeredet. Das meiste davon war Stuss, okay, aber sie haben brav getan, was man von ihnen verlangt hat. Und was passiert? Die Gelder bleiben jetzt aus, die bunten Logos, Luftballone und Partys kosten Geld, und irgendwann will der freundliche Business-Angel eben dieses Geld auf der anderen Tabellenseite sehen, sonst muss er mit dem Feuerschwert dazwischen.

Also machen jetzt alle den Hahn zu, und Web 3.0 heißt vermutlich „Ich könnt mitreden, aber nur gegen Bares.“ Die Gerüchte über Twitter mehren sich, dass man nicht nur 140 Zeichen, sondern auch Cash rüberwandern sehen will. Wenn man einer Firma angehört. Nachrichten wie „Ich liebe es“ eines Buletten-Magnaten haben vermutlich einen konkreteren kommerziellen Hintergrund als „@Bullette Ich liebe Dich“ und sollen deshalb dafür auch löhnen.

380.000 neue User pro Tag lassen in weniger als einem Monat ganz Österreich in Skype unterkommen. Keine Ahnung, ob die deshalb auch miteinander zu reden anfangen würden. Aber Skype hofft, dass sie sich ein kleines Guthaben anlegen, um auch einmal mit der Tante in Australien zu telefonieren. Dann könnten man den anderen Hofern ihren Gratis-Chat lassen. „NETZTEILE“ weiterlesen

Forscher erklären YouTube-Epidemien

mentareForscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben mit mathematischen Methoden die Aufmerksamkeitsspirale beschrieben, die abläuft, wenn YouTube-Videos zum Renner werden.

Der Hype um die Videos verläuft dabei zumindest teilweise nach physikalischen Gesetzen. Riley Crane und Didier Sornette untersuchten, wie es dazu kommt, dass ein Video eines Unbekannten auf der Internet-Plattform innerhalb weniger Wochen millionenmal angeschaut wird. Mit einfachen mathematischen Modellen beschrieben sie dieses herdenähnliche Verhalten der Benutzer.

Kein Herdentrieb mit Harry Potter

Die Wissenschaftler unterteilten erfolgreiche YouTube-Videos in drei Kategorien, wie ETH-Life, die Online-Zeitung der ETH Zürich, am Montag schrieb: „Junk“-Videos generieren viel Aufmerksamkeit, jedoch nur über sehr kurze Zeit. Sie lösen keinen „Herdentrieb“ innerhalb der YouTube-Gemeinschaft aus. Die „viralen“ Videos dagegen breiten sich epidemieartig aus, zum Beispiel dank Empfehlungen per E-Mail, Blogs und Internet-Links. Ein Beispiel dafür ist ein Werbevideo für einen Harry-Potter-Film, wie die Forscher in ihrer kürzlich in der Wissenschaftszeitschrift „PNAS“ erschienenen Studie schreiben.

Die dritte Kategorie, die „Qualitäts“-Videos, erlangt aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften plötzlich große Aufmerksamkeit, die danach langsam abebbt. Beispiele sind Videos zum Tsunami in Südostasien im Dezember 2004. Die Forscher entdeckten, dass die Filme ganz charakteristische Kurven der Zuschauerzu- und -abnahme haben. Das Abebben der Aufmerksamkeit bei viralen Videos etwa lasse sich mit Mathematik beschreiben, die zur Modellierung von Nachbeben bei Erdbeben benutzt wird. „Forscher erklären YouTube-Epidemien“ weiterlesen

Toyota plant eine eigene Kampagne auf You Tube

Budget: 4.000.000,- Euro – die größte Kampagne, die bisher auf YouTube lief.

Diese Kampagne wurde nur für das Video-Portal erstellt, berichtet das Wall Street Journal.

Beworben wird der Corolla 2009 und sowohl für YouTube als auch für Toyota hat die Kampagne etwas von Glücksspiel, so Emily Steel vom Wall Street Journal. Denn große Video-Portale hätten es bisher noch nicht geschafft die eigenen Prognosen in puncto Werbeerfolge zu erfüllen. Obwohl die Inhalte der Portale dynamisch sind und die Interessen der User repräsentieren, sind die Werbeangebote oft statisch, wie beispielsweise Banner oder Video-Werbung auf der Startseite.

Es gibt eine eigene  Kategorie, die „Best in Jest“ heißen soll und die die Spaß-Komponente der Kampagne unterstreicht. So sollen die lustigsten YouTube-Videos, mit einem eigens entwickelten Algorithmus, gefunden und in diese Kategorie gestellt werden.  Weiters sponsert Toyota  einen Comedy-Contests, bei dem Nutzer witzige Videos posten und 25.000 US-Dollar gewinnen können.